Ringe aus Mokume-Gane

Der japanischer Schwertschmied Denbei Shoami (1651-1728, Akita, Japan) gilt als Entdecker des Nichteisen-Mokume Gane, das ursprünglich ausschließlich zur Verzierung kostbarer Samuraischwerter gedacht war. Zur Anwendung kam es hauptsächlich im Bereich des Stichblattes (Tsuba), das sich hierdurch mehr und mehr zu einem Kunstobjekt und Statussymbol für den Eigentümer des Schwertes entwickelte.

Das Ehepaar Hiroko Sato und Gene Pijanowski lernte in den 70er Jahren in Japan das klassische Mokume Gane kennen, brachte diese Technik in die Vereinigten Staaten und entwickelte es dort weiter als eine neuartige Bereicherung für den Schmuckbereich. Die Basis für Mokume Gane entsteht durch die Verschweissung dünner Bleche verschiedener Bunt- und Edelmetalle und deren Legierungen mit kontrastierenden Farben, ohne Flussmittel und Lot. Es müssen Metalle sein, die ähnliche metallurgische und verarbeitungstechnische Eigenschaften aufweisen.

Die so entstandenen Schichtmetall-Blöcke werden anschliessend mit Punzier-, Fräs-, Bohr-, Gravier-, Ätz-, Torsions-, Schmiede- und Verwalzungstechniken weiterverarbeitet. Der optische Eindruck der Oberflächenstruktur ähnelt dem einer feinen Holzmaserung. Daher stammt die Bezeichnung von japanisch Mokume = Holzmaserung und Gane = Metall. (Text: Oliver Oettel: www.schichtwerk.com – Europas führende Manufaktur für Mokume Gane und Guribori Halbzeuge)

Seit 15 Jahren fertigt Wolfram Kneist Mokume-Gane Ringe aus den Schichtmetallblöcken von Schichtwerk. Viele Paare haben sich seitdem mit ihren individuell gefertigten Ringen das Ja-Wort gegeben.

Es fängt an mit der Wahl der Materialkombination, danach muss entschieden werden, ob die Torsionssterne außen oder Innen zu sehen sein sollen, wie viele Sterne sollen zu sehen sein oder sollen die Ringe ehre „wild“ sein?…

Wenn Alles entschieden und das Schicht-Material in der Schmuckmanufaktur angekommen ist, dann werden die Türen verschlossen und mit höchster Konzentration geht´s ans Werk, denn ein Fehler beim Glühen oder Tordieren und das Material ist vernichtet. Glücklicherweise ist dieser Fall noch nie eingetreten und es sind unterschiedlichste und wunderschöne Ringe dabei herausgekommen.

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