Enzyklopädie

der Goldschmiedekunst

Hier entsteht nach und nach eine Ansammlung von Wissensstoff goldschmiedischer Themen und Disziplinen. Es hat nicht den Anspruch vollständig zu sein. Vielmehr erklären wir hier alles, was wir für wissenswert erachten und Dinge, die sie hinterfragt haben.


K

Keshiperlen

Ist ein Zufalls-Produkt, welches Züchter im Zuge der Perlen-Produktion in ihren operierten Muscheln zusätzlich zu den Zuchtperlen als winzige Nebenprodukte finden.

 Keshi bedeutet im Japanischen „kleines Teilchen“, was die Optik dieser besonderen Perlen perfekt umschreibt.

 Allgemein werden sie in Akoya-Keshis und Südsee-Keshis unterteilt, auch ihre Bezeichnung Tahiti-Keshi ist geläufig. Aufgrund ihrer geringen Größe werden sie auch Mohnsamenperlen genannt und sind besonders für die Verwendung als Perlenschmuck beliebt. 

Keshiperlen bilden sich vollkommen ungeplant und sind sie im strengen Sinne Naturperlen.

Sie sind kernlos.


Kontroll-Lot

Kontrolllote sind Lote mit dem gleichen Feingehalt, wie das zu lötende Werkstück in Gold, Palladium oder Platin.

Ein zusätzlicher Stoff im Lot trägt dazu bei, dass es früher fließt, als das zu lötendende Teil.

Die Idee von Kontrolllot ist: dass das Werkstück, wenn man es einschmelzen würde, egal wie oft daran gelötet wurde, immer noch den gleichen Feingehalt hat. Im Bereich Gold wäre das z.B. (585/-; 750/-)

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L

Legierung

Als Legierungen werden metallische Verbindungen aus mehreren Stoffen bezeichnet. Eine 750/- oder 18kt Gelbgoldlegierung ist eine Dreistofflegierung bestehend aus 750/000 Teilen Feingold und 250/000 Teilen Silber und Kupfer.

Durch unterschiedliche Zugabe von Silber und Kupfer werden Farbnuancen erreicht.


333/- oder 8-karätige Legierung

Wenn es nach EU Richtlinien ginge, dürfte es sich schon längst nur noch „goldhaltiges Metall“ nennen.

333/- Legierung ist eine Legierung mit niedrigem Goldanteil ohne Goldeigenschaften.

Schmuck, das  mit „333/ooo“ gestempelt ist, bezeichnen wir, bereits seitdem wir Goldschmiede sind, nicht mehr als Goldschmuck und lehnen auch die Bearbeitung daran ab. Wir versuchen unsere Kunden darüber aufzuklären, dass die sog. 333er-Legierung keine Goldeigenschaften aufweist. Schmuck läuft bereits nach kurzer Zeit dunkel an. Das Metall kann durch Umwelteinflüsse wie Schweiß und Salze brüchig werden, es korrodiert und verschleißt leicht. Reparaturen und Änderungen sind nur mit sehr großem Aufwand ohne Garantie auf Erfolg möglich. Es lohnt sich in der Regel nicht.

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P

Perlen


Perlen lassen sich grob in zwei Kategorien unterteilen: Salzwasser- und Süsswasser-Perlen. Die bekanntesten Salzwasserperlen sind: Akoya-, Tahiti- und Südsee-Perlen. Bei den Süsswasserperlen gibt es keine separaten Namen und alle Formen und Farben werden unter dem Begriff Süsswasserperlen geführt, mit der Ausnahme von Biwa-Perlen. Der Name darf nur für die Süsswasser-Perlen aus dem japanischen See „Biwa“ verwendet werden. Fälschlicherweise werden Süsswasserperlen auch als Biwa-Perlen bezeichnet, da in diesem See zum ersten mal Süsswasserperlen gezüchtet wurden. Leider ist die Perlenzucht fast vollständig in diesem See wegen Umweltschäden zum erliegen gekommen und es gibt kaum noch Perlen von dort.

Quelle: http://www.miyabi-perlen.com/Perlenwissen

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R

Recyclinggold


Der Abbau von Gold und anderen Edelmetallen verursacht durch einen hohen Energieverbrauch und den Einsatz giftiger Chemikalien große Umweltschäden. Deshalb verwenden wir nach den strengen Auflagen der deutschen Umweltschutzgesetze, wiederaufgearbeitetes Feingold aus Recyclingbeständen.

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Tauschieren


Eine Tauschierung ist eine Verzierung aus Buntmetall- oder Edelmetall-Intarsien (Einlagen) in metallenen Oberflächen. Unterschieden werden Linien- und Flächen-tauschierungen. Der Ausdruck leitet sich vom arabischen Wort für Färben tauschija ab.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Tauschierung

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Ziselieren

Unter Ziselieren versteht man eine Form der Metallbearbeitung, bei der das Metall nicht geschnitten, sondern auf Ziselierkitt aufgezogen mit Hammer und Punzen getrie-ben oder gedrückt wird, so dass Linien und reliefplastische Formen entstehen.

Ziselieren ist eine sehr alte Technik, die bereits die frühen Hochkulturen aus der Inkazeit (Bronzezeit) benutzten, um kostbare plastische Schmuckstücke herzustellen.

Quer durch alle Kulturepochen haben Schmuckschaffende diese feine und zeitaufwändige Technik angewendet und je nach Zeitgeist sehr unterschiedliche Stücke, wie Uhren, Schmuck und andere Gegenstände des vornehmen Gebrauchs sowie sakrale Gefäße geschaffen. Auch hochwertige Faustfeuerwaffen wurden oft ziseliert.

Der Ziseleur treibt mit überwiegend rund polierten Punzen und einem Ziselierhammer in ein Edelmetallblech, das in Zieselierkitt eingebettet wird. Es gibt ganze Skulpturen/Figuren, die so gefertigt wurden und wer es heute noch beherrscht auch noch fertigen kann.

Zuchtperle

Der größte Anteil an heute verkauften Perlen sind Zuchtperlen, d.h. die Perlen werden durch menschlichen Eingriff von Perlmuscheln erzeugt. Reine Naturperlen sind immer noch vorhanden, aber der Anteil ist verschwindend gering. Genau wie die Naturperle ist die Zuchtperle ein natürliches Produkt, das im Inneren der Perlmuschel wächst. Die Eigenschaften von Zuchtperlen und Naturperlen, die chemische Zusammensetzung, die Härte und die optischen Eigenschaften, selbst das spezifische Gewicht (wenn kernlos) ist gleich.

Der Unterschied zwischen Natur- und Zuchtperle besteht darin, dass bei einer Naturperle ein „Fremdkörper“ der zufällig in die Muschel gekommen ist, von der Muschel mit Perlmutt d.h. mit dem gleichen Material wie die Muschelschale überzogen wird. Bei einer Zuchtperle wird das zufällig eindringen eines Fremdkörpers von dem Menschen vorgenommen.

Quelle: http://www.miyabi-perlen.com/Perlenwissen

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